SchnickSchnack: amazon Kindle Keyboard
Ich wollte schon länger darüber berichten, bin aber nie dazu gekommen bzw. hab dann total drauf vergessen. Bei der Durchsicht meiner (teilweise noch “offenen”) Fotos für den Blog, bin ich dann wieder über den amazon Kindle gestolpert…


Nun, also gleich mal vorweg: Ich bin keine stolze Besitzerin (mehr). Angelockt von zwei tollen Rezension und der ständigen Werbung bei amazon, habe ich mir gedacht, ich probier’s vielleicht doch einmal aus. Denn: Eigentlich habe ich von Vornherein gewusst, dass mir die guten alten Bücher einfach viel lieber sind. Gerade mal ein iPad lasse ich mir zum Lesen einreden. Und warum?

Also: Ich mag den Geruch und die Haptik eines Buches. Der amazon Kindle (ich hatte mir jenen mit Tastatur, also amazon Kindle Keyboard, bestellt gehabt) ist in der Ansicht fad. Er hat keine Farben, das Display ist kleiner als ich gedacht habe und die Haptik und Optik sagte mir einfach nicht zu. Die Tastatur finde ich überdies auch grausam (ich fühlte mich, wie bei einem allerersten Handy – die Knöpfe sind nicht sehr leichtgängig und irgendwie von der Handhaltung (zumindest bei meinen Händen) viel zu anstrengend, weit auseinander oder keine Ahnung). Die Menüführung empfinde ich auch als “Witz” (wenn sie auch dodeleinfach ist, ist das Klicken mit den Pfeilen echt nervig – ich sag nur: erstes Handy oder so)… Lobenswert ist die Schrift an sich bzw. das Schriftbild, die ist wirklich schön und leserlich. Was ich auch toll finde, sind die verschiedenen Bilder, die gezeigt werden, wenn man den Kindle abdreht – es ist nie dasselbe, SchnickSchnack eben ;-)

Normalerweise bin ich so: Ich bekommen ein Packerl (meistens von amazon, da ich dort sehr viel und oft bestelle) und reiße es auf, ich habe richtiggehend Freude an meiner Bestellung und ich lasse nur sehr, sehr selten etwas zurückgehen (und das liegt nicht an meiner Kaufsucht, sondern schlicht daran, dass ich mit den meisten Dingen wirklich zufrieden bin). Nun, Freude hatte ich diesmal auch – aber die Enttäuschung war groß, als ich dieses “Ding” startete. Fragt mich nicht, wieso ich sowas nicht mag (obwohl ich den technischen Revolutionen grundsätzlich mehr als aufgeschlossen bin). Es ist eben einfach nichts für mich. Punkt. Aus.

Die einzigen drei Vorteile, die ich – im Nachhinein noch – daran sehe, sind folgende: 1) Man kann sich ein eBook schnell via amazon runterladen und muss nicht erst bestellen und warten, oder in irgendeinen Shop gehen und sich an der Kasse anstellen, es ist sozusagen sofort verfügbar, 2) man braucht nicht mehr so viel Platz, weil auf dem Kindle (glaube ich) 1.700 Bücher Platz finden – Ikea-Regale adé sozusagen, mehr Platz in der Bude für andere Dinge und 3) wenn ich auf Urlaub (oder sonst wohin fahre), bräuchte ich mich nicht mehr so abschleppen (ich habe mindestens 2,3 Bücher und einige Zeitschriften für den Flug oder “am Strand liegen” etc. mit).

Und genau DAS, war auch der ausschlaggebende Grund, warum ich erstmal eine Nacht über den Kindle geschlafen habe. Und trotzdem bin ich am nächsten Morgen aufgewacht und habe mir gedacht: Nein, das ist nichts für mich nicht. Nicht um diesen Preis. Da lege ich gut und gern lieber noch ein paar Hundert Euro mehr drauf (diese Version des Kindle kostet 129,00) und hab ein iPad das bei Weitem mehr kann (also höheren Unterhaltungswert, weil man darauf auch spielen, emailen, Filme schauen etc. kann) und es hat Farbe. Im heutigen Zeitalter von HD und diesem Primborium erwarte ich mir das einfach. Mögliche Alternative zum iPad wäre noch das Samsung Galaxy Tab, mit dem habe ich mich allerdings noch in keinster Weise beschäftigt. Da ich aber vor Kurzem einen Artikel über das Google-Betriebssystem Android geschrieben habe, könnte ich mir das aber eben auch gut vorstellen…
Ich schweife ab…
Also kurz und knapp: Ich bin kein Kindle-Fan, auch wenn ich einige Vorteile darin sehe. Ich bin immer noch froh, dass ich ihn retour geschickt habe. Amazon ist da Gott sei Dank total unkompliziert und die Erstattung war – trotz Ausprobierens – auch kein Problem.
Wie steht ihr zum Kindle bzw. diesen eReadern?









Da du das iPad als Referenzmodell mit höheren Unterhaltungswert heranziehst zeigt, dass du das Kindle-Konzept an sich nicht verstanden hast. Man kann sich über das geschlossene Ecosystem und die DRM-Formate von Amazon streiten, aber nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Ein eBook-Reader ist halt kein Tablet.
Der Kindle macht das, wofür es geschaffen wurde gut. Bislang sogar so gut wie kein anderer eBook-Reader. Da kann kein OYO oder Medion/Weltbild Reader das Wasser reichen.
Lesen auf einem Tablet mit LCD-Display mit Hintergrundbeleuchtung ist vorallem nicht sehr angenehm auf Dauer für die Augen.
Ich glaube wenn du mit den richtigen Erwartungen an die Sache rangegangen wärst, wäre dein Kindle Erlebnis weitaus positiver ausgefallen. Man bekommt halt kein iPad zum Kindle-Preis.
Ich für meinen Teil bin absolut überzeugt nach kleiner Skepsis. Ich konnte mir das ganze wie die meisten ohne die Haptik eines Buches nicht vorstellen. Nachdem der Zweifel innerhalb der ersten Stunde verflogen ist, liebe ich mein Kindle und lese auch seitdem deutlich mehr.
Lg,
chris
Danke für dein Kommentar! Und ja, du hast recht! Ich bin mit den absolut falschen Erwartungen an den Kindle herangegangen. Obwohl ich zig Bewertungen durchgelesen habe, konnte mich “dieses Ding” einfach nicht von sich überzeugen. Aber: Ich finde es nicht schlimm, dass für mich nichts ist! Ich kann verstehen, dass es für viele ein must-have ist. Aber für mich eben nicht. :-)